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Das Archiv des Hauses Stubenberg.
wandten — gemeint sind die mütterlicherseits —• ererbt undüberkommen hat, jene Leute ausgenommen, die jenseits desSemmerings liegen „und sich ins Österreichische hinaus ver-heiratet haben“. Noch ein zweitesmal wird vermerkt, daß esdas Erbe nach seiner Mutter ist, das er solchergestaltdahingibt.
8. Übersicht der Geschichte Gutenbergs unter dem Hause Stuben-berg bis in die Mitte des 16. Jalirlmuderts.
Durch die Erwerbung von Gutenberg hatte das HausStubenberg seinen oststeirischen Besitz in trefflicher Weisearrondiert. Wir können bemerken, daß es auch in denfolgenden Jahren eifrig daran ist, in gleicher Weise vor-zugehen. Am 11. November 1301 schenken Graf Ulrich vonPfannberg und seine Gemahlin Margarethe mit Zustimmungihres Sohnes Ulrich ihr Eigen an Gut und Leuten zwischenSemmering und Hartberg an ihren Oheim Heinrich vonStubenberg, wobei freilich noch vorgesehen wird, daß allesan Ulrich wieder zurückfällt, falls der Beschenkte ohneLeibeserben stirbt. ] Außer dem alten Gutenberger Erbe hattedas Haus Heunburg noch Besitz in jenen Gegenden in denHänden. Den Zehent von Passail, den es bisher an Friedrichvon Stubenberg überlassen hatte, verkaufte Graf Hermannam 12. Juli 1319 an seinen Schwager Ulrich von Walsee. 1 2Yon Gutenberg selbst ist erst wieder zehn Jahre später dieBede. Hier ist zunächst daran zu erinnern, daß die oben-genannten drei Stubenbergischen Brüder Ulrich, Friedrichund Heinrich, zu denen noch Wülfing, der Bischof vonBamberg, als vierter hinzukommt, eine Schwester namensElsbeth hatten, die mit Otto von Goldeck vermählt war.Dieser Ehe entsproßten Hedwig und Wülfing. Hedwig wardmit Konrad von Potendorf vermählt. Diese Goldecker nunhatten ihre Erbportion neben den anderen Stubenbergernauch auf Gutenberg angewiesen erhalten, was zu längerenStreitigkeiten führte, auf die hier des näheren nicht ein-gegangen werden kann. 3 Dem Übelstande, den die Teilungder Herrschaft mit sich brachte, ein Ende zu machen, kaufteOtt von Liechtenstein, als Vormund der jungen Stuben-berger, von Reinprecht von Ebersdorf das Viertel an der
1 Notizenblatt der Wiener Akademie YI, 368.
2 St. L.-Arch., Nr. 1855 c.
3 S. die Beilage Nr. 3. Dazu Notizenblatt YI, 461—465.