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11 (1898) Ludwig Börne Novellistische Fragmente
Entstehung
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Memoiren des Herrn von Schnabelewopski,

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beantwortet, und der endlich, wenn alle seine Rätsel gelöst sind, garverdrießlich nach Hanse reitet. Die Harfe klingt von Anfang bis zuEnde. Was sang er im Anfang? was sang er am Ende? Ich Hab'oft darüber nachgedacht. Klas Hinrichsons Stimme war manchmalthränenweich, wenn er das Lied anfing, und wurde allmählich rauhund grollend wie das Meer, wenn ein Sturm heranzieht. Es beginnt:Herr Vvnved sitzt im Kämmerlein,

Er schlägt die Goldharf' an so rein,

Er schlägt die Goldharf' unterm Kleid,

Da kommt seine Mutter gegangen herein.

Schau dich um, Herr Vonved!

Das war seine Mutter Adekin, die Königin, die spricht zu ihm:Mein junger Sohn, laß andere die Harfe spielen, gürt um das Schwert,besteige dein Roß, reit aus, versuche deinen Mut, kämpfe und ringe,schau dich um in der Welt, schau dich um, Herr Vonved! UndHerr Vonved bindet sein Schwert an die Seite,Ihn lüftet mit Kämpfern zu streiten.

So wunderlich ist seine Fahrt:

Gar keinen Mann er drauf gewahrt.

Schau dich um, Herr Vonved!

Sein Helm war blinkend,

Sein Sporn war klingend,

Sein Roß war springend,

Selbst der Herr war so schwingend.

Schau dich um, Herr Vonved!

Ritt einen Tag, ritt drei darnach,

Doch nimmer eine Stadt er sah;

Ein, sagte der junge Mann,

Ist keine Stadt in diesem Land?

Schau dich um, Herr Vonved!

Er ritt wohl auf dem Weg dahin,

Herr Thüle Vang begegnet' ihm,

Herr Thüle mit seinen Söhnen zumal,

Die waren gute Ritter all'.

Schau dich um, Herr Vonved!

Mein jüngster Sohn, hör du mein Wort:

Den Harnisch tausch mit mir sofort,

Unter uns tauschen wir das Panzerkleid,

Eh' wir schlagen diesen Helden frei.

Schau dich um, Herr Vonved!

Herr Vonved reißt sein Schwert von der Seite,Es lüftet ihn mit Kämpfern zu streiten;

Heilie's Werke. XI. Bd. 4