Z07
Heiliges und Vorhcrschauendcs zu finden, und ihreNachschlage werden nicht verschmäht, ihre Antwortennicht anfier Acht gelassen. Wir sahen unter Vcspasian,wie die Veleda lange fast durchgangig gleich einemgöttlichen Wesen geehrt ward. Aber auch ehedem ver-ehrte man eilte Aurinia und viele andere, nicht ausSchmeichelei), noch als ob man sie zu Göttinnenmachte." „Wie die Geschichte meldet, ist mehr denneine schon findende und wankende Schlacht von Wei-bern wieder hergestellt worden; sie baten lind flehctcn,warfen sich den Männern entgegen und wiesen aufdie nahe Gefangenschaft hin, die jene in Betracht ihrerWeiber als unerträglich fürchten, so daß es Völter-schaflcn stärker zur Treue verpflichtet, wenn man un-ter die Geißeln cdie Jnugfranen nimmt." „(Währendder Schlacht) ist ihr Liebstes ihnen nahe, ihre Wei-ber und Binder. Dieser Zeugniß, dieser Lob ist ihnenüber alles heilig und thcucr. Verwundete kommenzu den Müttern und Weibern, und diese scheuen sichnicht, die Wunden zu zählen und auszusaugen. Siebringen auch den Kämpfern Speise nnd ermunternsie." „Jede Mutter saugt selbst ihr Kind und über-laßt die Sorge für dasselbe weder Mägden noch Am-men. Nicht verzärtelt sie es durch Erziehung. Soerwachsen die Kinder in jedem Hause zu der Stärkennd Größe, die wir anstaunen." Bei? steigenderCultur, in der Blüthe der Ritterzcit, war nicht weni-ger geachtet das Märchen und die Hausfrau; Keusch-heit, Sittcnreinheit, Häuslichkeit galten über alles.Wie liebenswürdig aber zeigte sich auch die deutscheHausfrau dieser Zeit, so sinnig, so einfach, so ^mit liebendem Blick hing sie an dem Man'-seinen häuslichen Aufenthalt, erzog mLiebe ihre Kinder und stand stattlichsin vor. Wohl mußte es " ^
Hause behagen, und Frohlienzirkcl scyn. Frohsinn