Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
301
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Das Nähmlichc bekunden die Sprichwörter *):

Frcyhcit oder Tod; Kein Leben ohne Frcyheit ;Freyheit gilt Nicht, als Gold und Gut; Wer frcyist, ist ein König; Schild verloren, Ehre verloren;Der Tapfere nur ist ein Mann- Mulh verloren, al-les verloren; Flüchtling, Züchtling.

Dieser Freyheitssinn hat sich bis ans den heuti-gen Tag in unverkennbaren Spuren gezeigt und er-halten , wenn gleich das eigentliche Volk in der neu-em Zeit, unglücklicher Weise für Deutschland! immermehr entfernt wurde von der Theilnahmc am Natio-nal.'Gcmcinthum, das sicherste Mittel, Gcmeinstnn undFreyhcitssinn zu ersticken. Am regsamsten zeigte sichderselbe noch, wenn auch hie und da zuweilen aufpossirliche Art, bis zur letzten Zeit in den meistenReichsstädten, und reiner und kräftiger in mehrerenGebirgsgegenden. Jetzt hat er angefangen allgemeinerwieder zu erwachen, wozu das beste Mittel Theilnah-mc Aller an der Vaterlandsverthcidigung ist; undkräftig wird er nun aufschießen in jugendlichen Spros-se», dieser hochhebende Sinn, fähiger als irgend et-was, eine Nation, wie die Menschheit zu veredeln.Nur ihm entkeimt alles Große und Schöne. Unddeutsche Tapferkeit? Sie ist nicht erstorben; bis zur

') Viele unserer Sprichwörter haben wir ein Beweisihres Alters »ur in den plattdeutschen Mi"und haben sich in ihr erhalten; viele klingtiger in ihnen, als in der hochdeutschen,