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Und der Unter than, der Staatsbürger? Ihm warein stilles, friedliches, wenn er will, ein schönes,freundliches Loos beschicken: enger ist sein Wirknngs-kreis, aber auch kleiner seine Sorgen, einfacher seine
des Chin fnrsten Johann Cicero von Brandenburg,geschrieben von ihm in seinen letzten Lcbensstnnden:
„Es stehen viele in dem Wahne, man erweise sichdann erst recht fürstlich, wenn man die Untcrthancn be-schweret, nnd durch gewaltsame Zwangmittel ihr Ver-möge» erschöpfet. Hernach prasset man lustig, und be-fleckt die nnzeerbte .Hoheit mit schandlichen Lüsten. Manführet wohl königliche Pracht nnd verwickelt sich in ver-derbliche Kriege. Hierdurch aber werden die väterlich»!Rcichthümer verschwendet. Man verliert die Liebe unddas Vertrauen der Unterthancn, mau führt nicht Niehldas süße Amt eines lieben Vaters, sondern eines furcht-samen Tvrannen. Ich kann nicht begreifen, was einsolcher Fürst vor Ehre habe, und kann mich niemandbereden, daß er in Sicherheit sitze. Es ist schlechteEhre, über arme Bettler zu herrschen, und viel ruhni-würdigcr, wenn man Reichen nnd Wohlmögendcn be-fehlen kann. Von: Kriegführen halte ich nichts, siebringen nichts Gutes. Wo man nicht zur Bcschützmigdes Waterlandes, und eine große Unbilligkeit abzuwen-den, den Degen führen muß, ist's besser, davon zubleiben. — Lasset Euch, mein Herzcnssohn, die Got-tesfurcht anbefohlen sevn, auS selbiger wird viel, nndalles Gute auf Euch fließen. Wer Gott fürchtet, wirdniemals mit Vorsatz etwas begehen, dessen ihn gereuenkönne. Die Armen nehmet in Eucrn Schutz, Ihr wer-det Euer» Fürsteuthron nicht besser befestigen können,als wenn Ihr den Unterdrückten helft, wenn Ihr dench.en nicht nachseht, daß sie die Geriugcrn übcrwäl->nd wenn Ihr Recht und Gleichheit einem jcgli-»rfahren lasset. — Vergesset nicht» den Adel