Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
260
Einzelbild herunterladen
 

<

260

währten, sähe man nach wenigen Jahren in trefflicheWeiden und lachende Kornfelder umgeschasscn. Ga»natürlich; sehr wahr sagt das Sprchwort: gemeinGut, kein Gut; aber freyes Privat.'Eigcnthum regtdie menschlichen Kräfte. Es gibt manche Länder, wonoch ein großer Theil des Flächeninhalts in theilsganz öden, rheils wenig culkivirten Gemeinheiten deliegt; welch ein Gewinn für die Produktion, folglichfür den Landesflor, wen» derselbe nun als Privat-Ei-gcitthum cultivirr wird. Ein zweyter Beweggrundzur Beförderung der Gcmcinheicsthcilung ist für dieRegierungen, daß die Grundsteuer durch die gehörigeCulrivirung dieser Flächen nun einen um so größerenFond erhält. Selbst da, wo schon des cultivirtciiBodens für die arbeitenden Hände verhältnißmäßig zuviel ist, sind die Theilungcn nicht unnützlich; kann !dann jeder seinen ihm zugefallenen Boden in Erbpachtverleihen und so Nutzen davon ziehen. Sähe mandoch auf diese Weise große, vorHill öde Landstrcckcnnach 20 bis zo Jahren völlig uingeschaffen. Stattweiterer Ausführung dieses Gegenstandes Bezugnahmehier auf einige Abhandlungen in dem Anhange. Je-doch noch die Berührung eines Einwurfes, den Einigediesen Theilungcn, vornehmlich in Städten, entgegensehen, nähmlich den der Nichtrcchtlichkeit gegen dirNachkommen, Sie sagen nähmlich, diese Gemeinhei-ten gehören nur nach dem Genuß den gegenwärtigen