dung der Gesetze gegen sie, bald geben. Mögen inganz Europa die der Menschheit würdigen Worte baldallgemein ertönen: den Juden völlige Gleichheit derRechte mit den Christen!
Rcligivns-Frevheit und Gleichheit.
Hätte die französische Revolution der Welt keinanderes Gute gebracht, als völlig unbeschränkte Ge-wisscnsfrcyhcit, als völlige Frenhcit und Gleichheit al-ler Religionspartheyen: so wöge dieses allein schonalle Rcvolutionsgräuel auf. Wie viel Blut floß nichtschon im drevsiigjährigcn und in den früheren Religi-onskriegen für eine höchst unvollkommene Gewissens-freyhcit, wie viel Gräucl der Menschheit brachte seit-dem noch immer der Scctengeist und Sectenhaß her-vor! In dieser völligen Frcyheit und Gleichheit allerPartheycn gegen einander liegen die segensreichstenKeime der Menschenveredclung, des Menschen- undStaatenglneks. Mögen von setzt an in allen StaatenEuropens die Wörter: herrschende Kirche, herrschendeReligion, To cranz, Duldung, veralten, und sich derSache nach nie mehr wirksam zeigen! Gewisscnsfrey-heit ist das heiligste Recht jedes Menschen. Nie darfder Staat fragen: was glaubst du? sondern nur: er-füllst du deine Pflichten als Staatsbürger? Nur dar-auf hat der Staat das Recht und die Pflicht zu wa-chen, daß keine Religionsparthey Sätze lehre, welche