Druckschrift 
1 (1814)
Entstehung
Seite
11
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gem Besitz, haben diesen gutgläubig erworben. Mehrhiervon unten §.14.

Aushebung deS Juden drucks.

Nur zu lange waren die Juden in einer ArtSclaverey, ja, dem Viehe gleich bezollt. Sclavereyund jeder Druck machen den Menschen schlecht, ersti-cken in ihm die Keime des Edlcrn. Jeuer Druck warden Einsichten unseres Zeitalters unwürdig. Mögendaher die Juden völlig gleiche Rechte mit allen übri-gen Staatsbürgern genießen, sehen wir sie in Hinsichtauf Religion wie jede andere Secte im Staate an.Man hat behauptet, man müsse dabe» vorsichtig znWerke gehen, und nur allmählig ihre Fesseln zerbre-chen. Aber diese Meinung leidet wahrlich manchengegründeten Einwurf. Milderung des Drucks hebtdas Wesen der Sache nicht auf; es bleibt doch Druck,und dieser Druck, auf einem Stamme, in verächtli-cher Ungleichheit zu ihren Mitbürgern, hastend, istimmer für den Charaetcr verderblich. Freist ich, es wer-den mehrere Generationen, vielleicht ein Jahrhunderthingehen, ehe die verderblichen Folgen des bisherige»Drucks gänzlich erlöschen werden. Aber überlassen wirdas der Natur des Menschen und der Menschenbil-dung, greifen wir nicht eingebildet weise darein. Nurdas Schacherwesen der Juden strenge verboten, undalles andere wird sich, bei) übrigens gleicher Auwen-