Druckschrift 
8 (1898) Deutschland : 2
Entstehung
Seite
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Die Götter im Exil,

„Ich liebe sie mit Allgewalt,

Mit Flammen, die mich verzehren —

Ist das der Hölle Feuer schon,

Die Gluten, die ewig währen?

„O heiliger Vater, Papst Urban,

Du kannst ja binden und lösen!

Errette mich von der HöllenqualUnd von der Macht des Bösen!"

Der Papst Hub jammernd die Hand' empor,Hub jammernd an zu sprechen:

„Tannhttüscr, uuglücksel'gcr Mann,Der Zauber ist nicht zu brechen,

„Der Teufel, den man Venus nennt,

Er ist der schlimmste von allen,

Erretten kann ich dich nimmermehrAns seinen schönen Krallen,

„Mit deiner Seele mußt du sehtDes Fleisches Lust bezahlen,

Du bist verworfen, du bist verdammtZu ewigen Höllenqualen,"

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Der Ritter Tannhäuser er wandelt so rasch,Die Füße die wurden ihm wunde.

Er kam zurück in den BenusbergWohl um die Mitternachtsstnnde,

Frau Venus erwachte aus dem Schlaf,Ist schnell aus dem Bette gesprungen;

Sie hat mit ihrem weißen ArmDen geliebten Marin umschlungen.

Aus ihrer Nase rann das Blut,

Den Augen die Thränen entflossen;

Sie hat mit Thräuen und Blut das GesichtDes geliebten Mannes begossen.

Der Ritter legte sich ins Bett,

Er hat kein Wort gesprochen,

Frau Venus in die Küche ging,lim ihm eine Suppe zu kochen,

Sie gab ihm Suppe, sie gab ihm Brot,Sie wusch seine wunden Füße,

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