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8 (1898) Deutschland : 2
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Dir Götter im Exil.

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Der Tannhäuser zog wieder aus dem Berg,In Jammer und in Reuen: —

Ich will gen Rom in die fromme Stadt,All ans den Papst vertrauen.

Nun fahr' ich fröhlich auf die Bahn,

Gott muß es immer walten,

Zu einem Papst, der heißt Urban,

Ob er mich wolle behalten.

„Herr Papst, Ihr geistlicher Vater mein,Ich klag' Euch meine Sünde,

Die ich mein Tag begangen Hab',

Als ich Euch will verkünden;

„Ich bin gewesen ein ganzes JahrBei Venus, einer Frauen,

Nun will ich Beicht' und Büß' cmpfahnOb ich möcht' Gott anschauen."

Der Papst hat einen Stecken weiß,

Der war von dürrem Zweige:

„„Wann dieser Stecken Blätter trägt,

Sind dir deine Sünden verziehen.""

„Sollt' ich leben nicht mehr denn ein Jahr,Ein Jahr auf dieser Erden,

So wollt' ich Reu' und Büß' empfahn,Und Gottes Gnad' erwerben."

Da zog er wieder ans der Stadt,In Jammer und in Leiden: —

Maria Mutter, reine Magd,

Muß ich mich von dir scheiden,

So zieh' ich wieder in den Berg,

Ewiglich und ohne Ende,

Zu Venus meiner Frauen zart,

Wohin mich Gott will senden.

„Seid willkommen, Tannhäuser gut,Ich Hab' Euch lang entbehret,

Willkommen seid, mein liebster Herr,

Du Held, mir treu bekehret."

Darnach wohl auf den dritten TagDer Stecken Hub an zu grünen,

Da sandt' man Boten in alle Land,

Wohin der Tannhäuser kommen.