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8 (1898) Deutschland : 2
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84 Deutschland 17.

Elpach, ein Meermann sei gefangen worden, der wie ein Bischof vonder römischen Kirche ausgesehen habe. Den habe man dem Königvon Polen zugeschickt. Weil er aber ganz im geringsten nichts essenwollte, von allem, was ihm dargereicht, sei er am dritten Tage ge-storben, habe nichts geredet, sondern nur große Seufzer geholet."

Eine Seite weiter hat Prätvrins ein anderes Beispiel mitgeteilt:

„Im Jahre 1433 hat man in dem Baltischen Meere, gegen Polen,einen Meermann gefunden, welcher einem Bischof ganz ähnlich ge-wesen. Er hatte einen Bischvfshnt auf den: Haupte, seinen Bischofsstabin der Hand und ein Meßgewand an. Er ließ sich berühren, sonder-lich von den Bischöfen des OrteS, und erwies ihnen die Ehre, jedochohne Rede. Der König wollte ihn in einem Turm verwahren lassen,da widersetzte er sich mit Gebärden, und bat die Bischöfe, daß manihn wieder in sein Element lassen wolle, welches auch geschehen, undwurde er von zwei Bischöfen dahin begleitet, und erwies sich freudig.Sobald er in das Wasser kam, machte er ein Kreuz, und tauchte sichhinunter, wurde auch künftig nicht mehr gesehen. Dieses ist zu lesenin Illanär. (llrronio. in List, soolssiast. 8xonäa.ni, wie auch inden Narnorg,biiidns

Ich habe beide Geschichten wörtlich mitgeteilt und meine Quellegenau angegeben, damit man nicht etwa glaube, ich hätte die Meer-bischöfe erfunden. Ich werde mich wohl hüten, noch mehr Bischösezu erfinden. Ich habe völlig genug an denen, welche uns sichtbarsind. Ich sähe sogar manche derselben gern ihren Kollegen im Ozeaneinen Besuch abstatten und die Christenheit drunten im Meere mitihrer Gegenwart erfreuen. Der Unglaube hat sich noch nicht bis indie Tiefen des Ozeans verbreitet; man hat dort noch keine BoltaircschenWerke zu fünf Sons gedruckt; die Meerbischöfe schwimmen dort nochfriedlich umher zwischen ihren gläubigen Herden.

Einigen Engländern, mit denen ich mich gestern über die Reformder anglikanisch-episkopalen Kirche unterhielt, habe ich den Rat gegeben,aus ihren Landbischöfcn lauter Meerbischöfe zu machen.

Zur Ergänzung der Sagen von Nixen und Elfen habe ich nochvon den oben erwähnten Schwancnjungfrauen zu reden. Die Sageist hier sehr unbestimmt und mit einem allzu geheimnisvollen Dunkelumwvben. Sind sie Wassergeister? Sind sie Luftgeister? Sindsie Zauberinnen? Manchmal kommen sie aus den Lüsten als Schwäneherabgeflogen, legen ihre weiße Federhülle von sich wie ein Gewand,sind dann schöne Jungfrauen und baden sich in stillen Gewässern.Überrascht sie dort irgend ein neugieriger Bursche, dann springensie rasch aus dem Wasser, hüllen sich geschwind in ihre Federhaut,und schwingen sich dann als Schwäne wieder empor in die Lüfte.Der vortreffliche Musäus erzählt in seinen Volksmärchen die schönGeschichte von einem jungen Ritter, dem es gelang, eines von jenen