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Gegenteil von aller Wissenschaft gänzlich entblößt — ich war vielmehrverwundert, wie in einem so kleinen Köpfchen so viel UnwissenheitPlatz finden konnte; ich begriff nie, wie dieser bornierte, winzigeSchädel jene kolossalen Massen von Ignoranz zu enthalten vermochte,die er in so reicher, ja verschwenderischer Fülle bei jeder GelegenheitauSkramte — da zeigt sich die Allmacht Gottes! Drotz allem Mangelan Wissenschaft und Gelahrtheit bekundet Herr Louis Blanc dennochein wahrhaftes Talent für Geschichtschreibnng, Nur ist zu bedauern,daß er just jene Titnnenkämpfe beschreiben wollte, welche wir dieGeschichte der französischen Revolution nennen. Es ist schade, daßer nicht lieber einen Stoff wählte, dem er gewachsen wäre, der seinerStatur angemessener, z, B, die Kriege der Pygmäen mit den Kranichen,wovon uns Herodvt berichtet.
Sowohl in Bezug auf Talent als auch Gesinnung, so klein erwar, überragte Louis Blanc dennoch mehrere seiner Kollegen vonjener provisorischen Negierung, welche den nordischen Potentaten sowenig Furcht einjagte. Alles, was diese Fürsten sagten, ist reineWahrheit. Unter den Mitgliedern der provisorischen Regierung warkein einziger, der im mindesten Ähnlichkeit hatte mit jenem Störenfried,mit jenem Unfugstifter, jenem schrecklichen korsikanischen Taugenichts,der in allen Hauptstädten der Welt die Wache prügelte, überall dieFenster einwarf, die Laternen zerschlug und unsere ehrwürdigenMonarchen wie alte Portiers behandelte, indem er sie des Nachts ausdem Schlafe klingelte, und ihr Silberhaar verlangte. Unsere gekröntenPipelets konnten ruhig ihren Nachtschlaf genießen während der Herr-schaft der provisorischen Regierung in Frankreich, —
Nein, unter den Helden dieser Tafelrunde glich keiner einemNapoleon keiner von ihnen war jemals so unartig gewesen, dieSchlacht von Marengo zu gewinnen, keiner von ihnen hatte dieImpertinenz gehabt, bei Jena die Preußen zu schlagen, keiner vonihnen erlaubte sich bei Austerlitz oder bei Wagram irgend einen Exceßdes Sieges, keiner von ihnen gewann die Schlacht bei den Pyramiden— Was man auch dem Herrn de Lamartine, dem Flügelmann derFebruarhelden, vorwerfen mag, man kann ihm doch nicht nachsagen,daß er bei den Pyramiden die Mamelucken niedergemetzelt habe —Es ist wahr, er unternahm eine Reise in den Orient, und in Ägyptenkam er den Pyramiden vorüber, von deren Spitze circa vierzig Jahr-hunderte ihn betrachten konnten, wenn sie wollten, doch auf diePyramiden selbst machte der Anblick seiner berühmten Person keinensonderlichen Eindruck, sie blieben unbewegt, sintemalen sie fast blasiertsind in Bezug auf große Männer, deren größte ihnen zu Gesicht ge-kommen, z, B, Moses, Pythagoras, Plato, Julius Cäsar, Christusund Napoleon, welcher letztere ans einem Kamel ritt — Es ist mög-lich, daß Herr de Lamartine ebenfalls auf einem Kamel durch das