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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
403
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fünfter Abschnitt. 4-vZ

gemeinen Eigenthums zur tast. Ludewig der jüngere, demnach seines Vaters Ludewlg des Deutschen Tode Sach-sen zufiel, hatte zu ruel mtt den Normännern am Rheinzuthun, und Arnolf sein Nachfolger, der jede Macht fas-sete, wo er sie fand, und sie gebrauchte wo er konnte,hatte nicht die Ruhe, um dieses Gemische wieder zu tren-nen, und noch weniger die Macht, die großen Kronbe-diente zu nöthigen, ihre weitläuftigen Gefolge einzuschrän-ken, mithin die Nation von der beständigen Unterhaltungderselben zu befreycn. Bey der Freude über seine Siegegegen die Feinde des Reichs, die immer noch mit Verwü-stungen so wohl in Sachsen als auf andern Gränzen fort-fuhren, duldete man die geringere Beschwerde jener Auf-bürdung, und als unter Ludcwig dem Kinde, bey der Ge-legenheit da die Ungarn ganz Deutschland und auch Sach-sen verheerten, alles bey Strafe des Stranges c) aufge-boten wurde, durste man sich mit Untersuchungen nichtaufhalten, die ohnehin, da Herzog Otto in Sachsen seinVormund war, auf dieser Seite wenig verändert habenwürden. Dem ungeachtet, und obschon dicDienstmann-schast zu einer solchen Höhe gestiegen war, streiften die Un-garn von der Donau bis an die Weser, und verheerteneine Provinz nach der andern. Daran war aber eben jeneMacht der Dicnstmannschaft Schuld, deren Hauptherrnsich von keinem gemeinsamen Oberhaupte zwingen lassenwollten, diesem grausamen Feinde mit vereinigten Kräftenzu begegnen. Dadurch ward das ehmals mächtige Caro-lingische Reich ein Raub aller benachbarten Barbaren.Auch unser Stift ward von den Ungarn heimgesucht 6),nachdem es von den Normännischcn Plünderungen durchden tapfern Reinbern e) war befreyct worden 5).

Cc z a)S.