4OO Unter den Carolingern,
der Kcherey einer Frau gemacht hat b), laßt auch unsernBischof Drog» c) der gleichwohl erst lange nachher zumAmte gelangt ist, darin umkommen. Diese Niederlageerfüllet? ganz Sachsen mit dem äußersten Schrecken undbrachte nothwendig eine bessere Vertheidigungsanstalt inGang, als das gemeine Ausgebot des Heerbanns war.Und wahrscheinlich hat Otto der Erlauchte, Herzog inSachsen, welcher nachmals die Kayserkrone ousschlug, sichdurch diese Anstalt, wozu alle sächsische Bischofthümer undGrafschaften billig einen Theil ihrer besten Einkünfte her-geben mochten 6), am mshrsten gehoben. Denn gleichnachher sieht man dessen Macht und Ansehen in einemgrößern Lichte als die von Herzog Brun seinem altern Bru-der, und ganz Sachsen machtiger von ihm abhängen. DieDienstmannschaft, welche nun schon allein ein gerechtesHeer ausmachte, das mit seiner Menge den Erdboden be->deckte e), mußte, weil es die augenscheinlichste Noth er-forderte, noch starker vermehret werben und der Herzogmochte den Heerbann, den er dagegen von der Landwehrzurückließ, nur zum Steuren und Schanzen gebrauchen.Dieses war zu empfindlich für die noch übrigen Wehren;jeder von ihnen suchte jetzt, wenn er es vorhin noch nichtgethan hatte, gewiß Dienste und setzte einen Bauer aufsein Gut. Hatten vorhin ihrer zwey den dritten, oderihrer drey den vierten zum Heerbann gestellet: so zog manjetzt eben soviel und mehrere Wehrgüter zusammen, be-legte sie mit Kornpfllchten zum Unterhalte eines Dienstman-neS, und machte unvermerkt den Herzog zum General ei-ner Dienstmannschaft, der, wenn er sich seiner alten Ge-meinen noch annahm, solches blos aus der Ursach that,
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