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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
367
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fünfter Abschnitt. Z67

den sächsischen Bischöfen von dem seinigm oder dem Reichs-gute zugewendet hat, siehet man daraus, daß er sich denBannbruch von sechzig Schillingen, womit sem Sohn Lu-dewig b>) nicht so sparsam war, vorbehielt; und vielleichtwürde er auch die Handhabung des WildfriedenS in einerso großen Mark unserm Bischöfe nicht verkrauet haben,wenn er dcrozcik einen Herzog m Sachsen gehabt, oderdie Einnahme von der Forst zugereicht hatte, einen eignenNeichsbeamten daraus zu besolden. Indess n scheinet esdoch auch, daß jeder Bischof so wie jeder hoher R lchs-beamker c) zum Beweise seiner Abhängigkeit vom Kayscrin einem kayserlichen Hausdiensie stehen mußte; worausman sich in der Folge eine besondere Ehre gemacht hat.Daher mochte unser Bischof zum beständigen Gesandtenin Hcyrathösachcn an den griechischen 6) Hof ernanntwerden, wozu vermuthlich die Schmeichelei) der Hofleute,die bey der aussirordentbchen Grösse des Kaysers, welchenach erhaltener Kayserkrone, und nach dem eben geschlos-senen Frieden mit den Sachsen, m ihrem höchsten Glänzewar, ihm gewiß taglich die baldige Vereinigung des Mor-gen - und Abendländischen K usserthumS vorspiegelten, Ge-legenheit gab; oder es gehörte die Vereinigung beyderKayserthümer zu den grossen Anschlagen, wovon jedesGenie wenigstens einen zu seinem Vergnügen macht. Denndie Ursache, daß er zu Osnabrück griechische und lateinischeSchulen angelegt hatte, und sich die Hosnung machte, eswürde dort niemals an einigen in beyden Sprachen geüb-ten Geistlichen fehlen, reicht so weit nicht; es waren dazuschon nähere und weit berühmtere Schulen vorhanden.Man hat sich viele Mühe gegeben, diese ganze Erzählungverdächtig zu machen, ohne zu bedenken, daß sie nur alsMösersOsnabr. Gesch. I.TH. Aa Wabr-