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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
310
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z IO Unter den Carolmgem,

§. ,6.

Von den Herzoge» über den Heerbann unsers Sii'ts, undbesonders von Egbert.

Mit den Herzogen, welche damals noch nicht geboh-ren, sondern in Sachsen, wie unsre heutigen Reichs - Fcld-marschälle, vom Kayser ernannt wurden a), geht es unsnicht viel besser, und Egbert der erste Herzog zwischen derWeser und dem Rhein ist berühmter durch tue Wunderseiner Gemahlin der H. Ida, als durch alle Schlackten,die er den Normännern geliefert hat, deren doch in derZeit, daß er den fachst chen Heerbann führte, nicht wenigevorgefallen sind. Anfangs hatte Carl gar keinen Herzogin Sachsen angesetzt, sondern wenn die Umstände einenGeneral erforderten, einen von seinen Prinzen dahin ge-schickt!?); es sey nun, daß er keinem Sachsen eine so wich-tige Stelle anvertrauen und gleichwohl auch keinen Fran«ken c) dazu ernennen wollte; oder daß der Sendgraf e!)an Herzogsstatt (als Feldmarschali Lieutenant) gebrauchtwurde, und der Kayser seinen Staat mit der Besoldungeines bestandigen Herzogs nicht beschweren wollte. Wieaber 809 der Einbruch der Normanner oder eigentlich derSüdjüten e) eine schnelle und beständige Gegenwehr inSachsen erforderte, so ernannte er den sächsischen GrafenEgbert k), welcher zunächst an der fränkischen Gränzestand, mithin ohne Gefahr nicht unkreu werden konnte,zum Heerführer zwischen der Weser und dem Rheins, undgab ihm die vorhin genannte Ida, welche aus einem vor-nehmen fränkischen Hause war, zur Frau, nebst vielenGütern jenseits des Rheins, die ebenfalls für seine Treuebürgten A). Dies ist der erste Herzog oder Heerbanns-gensral, welchen der Kayser in Wesiphalen bestellt hat,

und