fünfter Abschnitt. 27 l
besorgte nicht leicht erhalten. Man würde sie als wild-oder blesierfreye behandelt haben.
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Erste Anstalten des Königs im Osnabrückischcn.
In welchem Jahre hier die erste christliche Kirche ge-weihet, und ob diese hernach zur Münsterkirche erhobenoder dazu eine eigene erbauet sey, laßt sich nicht mit völli-ger Gervisheit bestimmen. Die Einrichtungen Carls ka-men nicht so fort und auf einmal zu Stande g); seineEntwürfe erweiterten sich mit seinen Siegen. Anfangswollten die Sachsen gar keine Bischöfe haben sz), diesemochten auch ohne die Hülse von Grasen nicht bestehen c),und jene konnten so wenig als diese eingeführt werden,ohne die politische Verfassung der Sachsen völlig abzu-ändern, woran man damals noch nicht denken konnte. Da-her begnügte sich der König damit, eine Mißionöanstaltvor dieselben zu Eresburg an der Dimel, dem heutigenStadrberge 6), anzulegen; und die Lage dieses Orts aufder fränkischen Gränze verräth ziemlich deutlich, daß ersich gleichsam nur an der Küste halten, und nicht zu weitins Land wagen wollte. Die Mißionarien aber, derender König gleich in seinem ersten Feldzuge eine große Men-ge mit sich führete e), lehrten und tauften und bamtenKirchen im ganzen Lande, und zwölf Geißeln, die er sichvon den Sachsen geben ließ, hafteten vor ihre Sicherheit«In Westphalen diesseits der Emse lehrte einer NamensBernhard s) mit seinen Jüngern, und jenseits derselbenLÜdger, welcher nachwärtS zum ersten Bischof von Mün-ster erhoben wurde. Hernach, wie die Sachsen (776)Eresburg zerstöret, und die Franken solches wieder besetzt
und