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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
246
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246 Unter Carl dem grossen,

§. 8.

Vom Adel.

Durch die neue Einrichtung ward der Adel sehr ver-mehrt, indem die Grafschaften ihm alle Gelegenheit ga-ben , sich in mehrere Zweige auszubreiten, auch die Edel-vögte sich mit »hm vermischten. Anfangs mochte nicht einjeder Edler sich dazu bequemen ti), und manche Grafschafteinem verdienten Wehren ft) zu Theil werden. Es gabsich aber bald und die jüngern Söhne der Edlen nahmen ver-muthlich gern Reichsdiensie, da ihnen die Gelegenheit sichkünftig in Gefolgen c) zu erhalten, benommen, und demalten Adel das bisherige Recht der Gefolge 6) mit grossen Be-dacht abgeschnitten wurde. Dieser behielt nur die Wahl, ober in des Kaissers oder in emeS andern Relchsbeamten Diensteglänzen, oder Mit seiner Familie ruhig auf seiner Allode bleibenwollte, welche ihn zu weiter nichts, als zur Sclbsivertheidi-gung, oder welches einerley ist, zum Auszüge im Heerbannverpflichtete. Doch wollte er auch hier nicht allemal folgen e)und die Befehle dazu durch den Gesandten haben, ohne des-sen Erlaubniß auch keiner Versamlungcn halten s), undnoch weniger wie vordem sogleich zum Degen greifen durste.

a) Man erkennt dieses noch an dem Ton des Welfo. S.ltelon. Vv erinoart, beym 1. L l L n 1 ? 1". I. p, 798;und manche heutige Grafen schrieben sich vor Alters lie-ber Eole Herrn.

b) Die Politik des Kaysers zeigt sich in folgenden Versen:

Ich- ubi primäres clnnis illexerat omnesLubjeÄgs ftbimet relicpiM contrivcrat armis.

8/v x. acl nun. 8<2Z. Dieser zufolge ist es sehrvernünftig und wahrscheinlich: Larolum conftituillssuper eos ex »oüft/A/mr Laxanes «enere comitss.

Gftrou.