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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
230
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2zo Unter Carl dem grossen,

zustand verändert, edles und gemeines Eigenthum verloh-nn , das Wort Adel in seinem Begrif verschlimmert, undhöchstens eine Freyheit, welche noch das Gepräge derGnade mit stch führet, wieder eingestellet hat. Hierüberwand der Bischof den Grafen; dort der Graf denBischöfen; und Beyde zertrümmerten mit der Zeit das Ge-ueraldcpartement. Lehrers ward eine Beute der Wachsa-men. Das mehreste sammleten Bischöfe und Grafen,vieles die Städte, und einiges auch der Adel davon auf,

a) Man muß seinen Stand zwischen den dreyen Erzbischof-thümern am Rbem nehmen, und daraus das übrigeDeutschland übersehen. Wie viel Stimmen liegen dortim Klumpen? und unter einem fremden Einflüsse? Diedrey ersten Churfürsten in einem einzigen Kreise?

§. 2.

Allgemeine Abtheilung.

Carl theilte, wo nicht gleich, doch mit der Zeit, dasLand in Blswofthiinier s) und Grafschaften ein. Letz-tere lagen wie unsere heutigen Aemter im crftern, nur mitdem Unterschiede, daß sie unmittelbar vom Kayscr abhien-gen, und blos der geistlichen Aufsicht des Bischöfen em-pfohlen wurden. Eine Gesatwschaft, Sendgraf-fchaft l>) oder ein GeneraldepartementS-Distrikt faßte meh-rere Bischofthümer und Grafschaften in sich, und West-falen oder der nachherigs ErzstiftS- cöllnische c) Spren-ge! gehörte vermuthlich zu einer einzigen Eefandschaft;so wie noch jetzt zu einer Nuntiatur. Die kayserlicheCammer machte unter der besondern Aufsicht des Ge-sandten oder Sendgrafen (milli) ein eignes Departementaus« Sprengel, Grasschaft und Cammer c!) deckten in

solcher