Druckschrift 
5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
188
Einzelbild herunterladen
 

1 83 Unter den Römern und Franken,

s) Wann jetzt im deutschen Reich der Reichsmarschall dieallgemeine Feldherrschaft behauptete, und unter diesemVerwände allen Reichssürstcn das Hcrzogthum in ihrenLändern entrisse, so würde dem Kayser bald nichts alsder Titel übrig bleiben. Dies war der damalige Fall.Die Pvhlen haben sich beständig gewegcrt. die Kron-fcldherrschaftcn und die königliche Würde auf ein Hauptkommen zu lassen; und die Deutschen hatten einerleyGrundsatze, guansto chices ex virtute, re^es ex nobi-sttate sumebaut.

o) Die häufigen Kriege mit den Franken schienen mehrdie Unternehmungen einiger Gefolge, als Landsolgen ge-wesen zu seyn, indem erstere zu stark angewachsen seynmogten. S. Absch.!, §. 27. ir. U. Denn es ist nicht zu be-greisen, warum der Heerbann, welcher den Ackerbautreibt, sich in solche verderbliche Kriege einlassen sollen.Dergleichen Gefolge ex lervnlis et verimcuU? waren oftsehr stark; wie das Beyspiel von Opiums und Viria-nus bewetßt. S. vi.. 01^5. XIII. zc>.

st) Die Sassen verpflichteten sich oft ast stonorein in p>!a-cito reAis priestauclum. S. nr »oxoxi. Vst 1.

33.11. j?. II. p>. 220. Und dies istBeweiß genug,daß sie fränkische Herrschaft förmlich erkannten. Alleines geschah wohl nur von überwundenen Edlen, welchekeinesweges als Repräsentanten der Gemeinen, oder alsordentliche Obrigkeiten angesehen werden mögen.

§. ZI.

Pipin dringt in unsere Gegend.

Die Züge der Franken kamen mehrentheils aus Hes-sen und Thüringen a) und nur selten vomNiederrheineb),und wenn sie auch von letzterm Orte kanten, so wandtensie sich aufPaderborne), um dasjenige, was sie von oben

gebrauch-