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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
186
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18 6 Unter den Romern und Franken,

5) Wenn die Sassen zu mächtig wurden, traten jedoch dieSklaven auf die Seite der Franken. S. änn. öie i>. aun. 748.

§. zcz.

Sie behaupten ihre Freyheit.

Bey allen diesen Kriegen hatten die Sassen ihre eigneVerfassung noch immer mit Macht behauptet. Wie Da-gobert starb, waren sie noch stark genug, Hessen s) zu ver-heeren und den Franken die Spitze zu bieten. Die Frie-sen streiften unter ihrem König Radbot nach Kölln b>),und unsre Gegenden waren nothwendig ruhig. Der frän-kische Majordom schlug zwar die Friesen c), befreyeteHessen und verwüstete das band der Sassen so weit erkonnte, doch ohne Folgen. Und die Friesen so wohl alsdie Sassen drungen nachher noch mehrmals an den Rhein 6),so oft und so glücklich er auch nach dem Berichte der frän-kischen Schriftsteller mit ihnen schlug. Wie er aber sämt-liche Feldherrschaften der fränkischen Monarchie an sich ge-bracht e), und sein Sohn Pipm die Krone auf den De-gen gesetzt hatte si), zeigte sich schon von ferne das Netz,welches unter Carl dem Grossen die Sassen befangen würde.Vorher waren sie oft geschlagen, überzogen und zum Tri-but gezwungen, ihr band aber war nie zu einer ordentlichenProvinz gemacht und durch fränkische Stadthalter oder ver-pflichtete Konige regiert worden. Und dieses laßt zugleichvermuthen, daß sie auch unter sich in keiner Reichsver-fassung lebten. Denn wenn die Franken einen Herzogoder König von Bayern, Thüringen und Allemannienüberwanden, so folgte die Provinz dem Schicksal ihres Kö-nigs. Nie aber folgte das band der Sassen dem Ueber-

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