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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
Seite
103
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zweyter Abschnitt. ioz

len aber Gersten und Weihen Man zieht darauf auchviel, aber mittelmäßiges Flachs und einigen Hanf. DieWeiden sind Nicht die fettesten, und das Vieh von dermittlern Art. Das bessere wird aus Ostfrieöland g) ein-geführt, so wie Gerste und Weihen aus dem Schaum-burgischen und Mindischen. Die Gartcnfrüchte des Bau-ren sind Kohl, Rüben, Erbsen, Bohnen, Fihbohncnb)und Kartuffeln. Aus seiner eignen Zucht hat er in eini-ger Menge nichts zu verkaufen als Schweine und Gänse;die Pferde sind auf der Heide und dem Sande wie billige)klein, auf schwerern Boden aber besser und bisweilen schön.Hohes Wildprct hat man vordem nothdürftig gehabt, unddie Wolfsjagden sind eine grosse Beschwerde der Einwoh-ner gewesen. Nun aber glücklicher 6) Weise nicht mehr,nachdem das Holz abgenommen und das Wild zu wenigSchuh gehabt hat. An kleinem Wilde e) ist kein Man-gel und auch kein Ueberstuß. Sonst bringt das Land zurAusfuhr fast wenig oder nichts hervor, destomehr abergewinnet der Fleiß der Einwohner an Garn und Linnen.

a) Wir haben fast kein ander Rindfleisch als aus diesemLande. Aller gemeiner Käse und viele Butter kömmtdaher, oder aus Jrrland.

b) bateoü, lutoli, Fisohlen, Fsseltt oder Fisebohnen,wie es in Welsch- und Deutschland unterschiedlich ge-sprochen wird.

c) Eine Landesregierung sorgt oft dafür, daß die Pferdeihrer Unterthanen von einer grossen Art belegt werden,und bisweilen erstreckt sich auch dergleichen Vorsorge aufSand - und Heideländer, gegen die Localvermmft. Aufder Heide braucht cm Pferd nicht scharfer als ein Zug-ochse gefüttert zu werden, oder die Haushaltung würde

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