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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
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Vorrede.

Dabey war es ein Glück, so wohl für die catholi-sehen als evangelischen Reichsfürsten, baß der Kayscrsich der Reformation nicht so bedienet hatte, wie es wohlwäre möglich gewesen. Luthers Lehre war der gemei«neu Freyheit günstig. Eine unvorsichtige Anwendungderselben harte hundert Thomas Münzers erwecken,und deni Kayser die vollkommenste Monarch'? zuwen-den können, wenn er die erste Bewegung recht genutzt,alles Pacht- Lehn - und Zinswesen im Reiche gesprengt,die Bauern zu Landcigemhümern gemacht, und sich ih-res wohlgemeinten Wahns gegen ihre Landes- Gerichts-und Gutsherrn bedienet hätte. Allein eine solche Un-ternehmung würde, nachdem der Ausschlag gewesen wä-re, die gröste oder treuloseste gewesen seyn.

Indessen ve> lohr sich in dieser Periode der alte Be-griff des Eigenthums völlig; man fühlte es kaum mehr,daß einer Rechtsgenoß seyn müffe, um ein echtes Ei-genthum zu haben. Eben so gieng es sowohl der hohenals gemeinen Ehre. Erstere verwandelte sich fast durch«gehenvs in Frcyhcrrlichkeit; und von der letztern: bo-nore guincaric».- haben wir kaum noch Vermuthun-gen, ohnerachtet sie der Geist der deutschen Verfassunggewesen, und ewig bleiben sollen. Religion und Wis-senschaften hoben immer mehr den Menschen über denBürger, die Rechte der Menschheit siegten über alle be-dungene und verglichene Rechte. Eine bequeme Phi-losophie unterstützte die Folgerungen aus allgemeinenGrundsätzen besser als diejenigen, welche nicht ohne Ge-lehrsamkeit und Einsicht gemacht werden konnten. Und

die