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5 (1780) Osnabrückische Geschichte, Th. 1
Entstehung
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Vorrede.

jedem lVIanlo den Eigenthümer zur Neichsvertheidlqungaufzumahnen. Denn nachdem die Lehne erblich ge-worden, fielen solche immer mehr und mehr zusam-men. Der Kriegsleute wurden also weniger. Siewaren zum Tbeil erschöpft; und, wie die auswärtigenMonarchien sich auf die gemeine Hülse erhoben, nichtim Stande, ihr Vaterland dagegen allein zu verthei-digen. Allein eine so grosse Revolution wäre das Werkeines Bundschuhes gewesen. Man muste also auf ei-nem fehlerhaften Plan fortgehen, und die Zahl derDienstleuts mit unbelehnten, unbegükerten und zumTheil schlechten Leuten vermehren, allerhand Schaarcnvon Knechten errichten, und den Weg einschlagen, wo-rauf man nachgehends zu den siehenden Heeren gekom-men ist. Eine Zeitlang reichten die Cammergürer derFürsten, weiche ihre Macht auf diese Art vermehrten,zu den Unkosten hin. Man wüste von keinen gemeinenSteuren; und in der That waren auch keine steuerbareUnterthanen vorhanden, weil der Bauer als Pächtersich lediglich an seinen Contrakt hielt, und sein Herrfrey war, wenn er als Gutsherr fürs Vaterland, undals Vasall für seinen Lehnsherrn den Degen zog. DieCammergüter aber wurden bald erschöpft, verpfändetvver v kauft. Und man muste nunmehr seine Zufluchtzu den Lehnleuten und Gmsherrn nehmen, um sichvon ihnen eine aussrordentliche Beyhülfe zu erbitten;u d we.l diese wohl einsahen, daß es ihre Sicherheiterfordere, sich unter einander und mit einem Haupt-h rrn m verbinden: so entstanden endlich Landstän-de und Landschaften; wozu man die Städte, welche

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