Letzte Gedichte.
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Dvch, Zauberei des Traume? I Scllsainlich,Die Blum' der Passion, die schwefelgelbe,Verwandelt in ein Franenbildnis sich,
Und das ist sie — die Liebste, ja dieselbe!
Dn warst die Blume, du geliebtes Kind,An deinen Küssen mußt' ich dich erkennen.So zärtlich keine Blnmenlippen sind,
So feurig keine Blnmenthrttncn brennen!
Geschlossen war mein Aug', doch angeblicktHat meine Scel' beständig dein Gesichte,
Du sahst mich an, beseligt und verzücktUnd geisterhaft beglänzt vom Mondenlichte.
Wir sprachen nicht, jedoch mein Herz vernahm,Was du verschwiegen dachtest im Gemiite —Das anSgesprochne Wort ist ohne Scham,Das Schweigen ist der Liebe keusche Blüte.
Lautloses Zwiegespräch! man glaubt es kaum,Wie bei dein stummen, zärtlichen GeplauderSo schnell die Zeit verstreicht im schonen TraumDer Sommernacht, gewebt ans Lust und Schauder.
Was wir gesprochen, frag ich niemals, ach!Den Glühwurm frag, was er dem Grase glimmert,Die Welle frage, was sie rauscht im Bach,Den Westwind frage, was er weht und wimmert.
Frag, was er strahlet, den Karfnnkelstein,
Frag, was sie duften, Nachtviot' und Rosen —Dvch frage nie, wovon im MondenscheinDie Martcrblnme und ihr Toter kosen!
Ich weiß es nicht, wie lange ich genoßIn meiner schlnmmerknhlen MarmortrnhcDen schönen Frcndcntraum. Ach, es zerfloßDie Wonne meiner ungestörten Ruhe!
O Tod! mit deiner Grabesstille, du,
Nur du kannst uns die beste Wollust geben?Den Kampf der Leidenschaft, Lust ohne Ruh',
Giebt uns für Glück das albern rohe Leben!
Doch wehe mir! es schwand die Seligkeit,Als draußen plötzlich sich ein Lärm erhoben;Es war ein scheltend, stampfend wüster Streit,Ach, meine Blum' verscheuchte dieses Toben!