Letzte Gedichte. '261
Fort mit der Heiden Mnsika!
Davids frommer HarfcnklangBegleite meinen Lobgcsang!
Bcein Psalm ertönt: Halleluja!
Himmrlfal>rt.
Der Leib lag ans der Totenbahr',
Jedoch die arme Seele war,
Entrissen irdischem Getümmel,
Schon auf dem Wege nach dem Himmel.
Dort klopft' sie an die hohe Pforte,Und seufzte tief und sprach die Worte:
„Sankt Peter, komm und schließe ans!
Ich bin so müde vom Lebenslauf —Ausruhen möcht' ich ans seidnen PfühlenIm Himmelreich, ich möchte spielenMit lieben Englein BlindekuhUnd endlich genießen Glück und Ruh!"
Man hört Pantoffelgeschlappe jctznnd,
Auch klirrt es wie ein Schlüsselbund,
Und ans einem Gitterfenster am ThorSankt Peters Antlitz schaut hervor.
Er spricht: „Es kommen die Vagabundc,Zigeuner, Polnckcn und Lumpenhunde,Die Tagediebe, die Hottentotten —Sie kommen einzeln und in Rottenlind wollen in den Himmel hineinUnd Engel werden und selig sein.
Holla! Holla! Für GalgengcsichterVon eurer Art, für solches GelichterSind nicht erbaut die himmlischen Hallen —Ihr seid dem leidigen Satan verfallen.
Fort, fort von hier! und trollt euch schnelleZum schwarzen Pfuhle der ewigen Hölle!" —
So brummt der Alte, doch kann er nichtIm Pvlterton verharren, er sprichtGutmütig am Ende die tröstenden Worte:„Du arme Seele, zu jener SorteHalunken scheinst du nicht zu gehören —Nu! Nu! ich will deinen Wunsch gewähren,Weil heute mein Geburtstag justUnd mich erweicht barmherzige Lust —