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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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260
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26l) Nomcmcero — Letzte Gedichte.

Hier giebt's Fontänen, welche springen,Derweilen arme Nachtigallen,

Um schönen Rosen zu gefallen,

Sich an den Hals die Schwindsucht singen.

Auch an Abwechslung fehlt eS nicht;Hcnt ist das Wetter warin und licht,

Doch morgen schon ist's herbstlich kalt,Und nebelgrau die Flur, der Wald.

Die Blumen, sie entlauben sich,Die Winde stürmen fürchterlich,

Und endlich stockt herab der Schnee,Zu Eis erstarren Fluß und See.

Jetzt aber gicbt es Winterspiele,Vermummt erscheinen die Gefühle,

Ergeben sich dein MummenschanzUnd dem berauschten MaSkentanz. —

Freilich, inmitten dieser FreudenBeschleicht sie oft geheimes Leiden,

Trotz Mummenschanz und Tanzmusik,Sie seufzen nach verlornem Glück. —

Da plötzlich kracht's. — Erschrecke nicht!ES ist das Eis, das jetzv bricht;

Die Rinde schmilzt, die frostig glatte,Die unser Herz umschlossen hatte.

Entweichen muß, was kalt und trübe:Es kehrt zurück — o Herrlichkeit! —Der Lenz, die schöne Jahreszeit,

Geweckt vom Zauberstab der Liebe! —>

Groß ist des Herren Gloria,

Hier unten groß, wie in der Höh',Ich singe ihm eine KyrieEleison und Hallcluja.

Er schuf so schön, er schuf so süßDas Menschenherze, und er bliesHinein des eignen Odems Geist,Des Odems, welcher Liebe heißt.

Fort mit der Lyra Griechenlands,

Fort mit dem liederlichen TanzDer Musen, fort! In frömmcrn WeisenWill ich den Herrn der Schöpfung preisen.