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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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262
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Nomaneero Letzte Gedlcl/.c.

Nenn mir daher die Stadt und das Reich,

Woher du bist; sag mir zugleich,

Ob du vermählt warst? Ehliches Dulden

Sühnt oft des Menschen ärgste Schulden;

Ein Ehmann braucht nicht in der Hölle zu schmoren,

Ihn läßt man nicht warten vor Himmclsthorcn,"

Die Seele antwortet;Ich bin aus Preußen,Die Vaterstadt ist Berlin geheißeinDort rieselt die Spree, und in ihr BettePflegen zu wässern die jungen Kadette;

Sie fließt gemütlich über, wenn's regentBerlin ist auch eine schöne Gegend!

Dort bin ich Privntdocent gewesen,

Und Hab' über Philosophie gelesen

Mit einem Stiftsfräulein war ich vermählt,

Doch hat sie oft entsetzlich krakehlt,

Besonders wenn im Haus kein Brot

Drauf bin ich gestorben und bin jetzt tot/'

Sankt Peter rief;O weh! o weh!Die Philosophie ist ein schlechtes Metier.Wahrhaftig, ich begreife nie,

Warum man treibt Philosophie.

Sie ist langweilig und bringt nichts ein,Und gottlos ist sie obendrein;

Da lebt man nur in Hunger und Zweifel,lind endlich wird man geholt vom Teufel.Gejammert hat wohl deine AiantnppeOft über die magere Wassersuppe,

Woraus niemals ein Auge von FettSie tröstend angelächelt hätt'

Nun, sei getrost, du arme Seele!

Ich habe zwar die strengsten Befehle,

Jedweden, der sich je im LebenMit Philosophie hat abgegeben,

Zumalcn mit der gottlos deutschen,

Ich soll ihn schimpflich von hinnen peitschenDoch mein Geburtstag, wie gesagt,

Ist eben heut, und fortgejagtSollst du nicht werden, ich schließe dir aufDas Himmelsthor, und jetzo laufGeschwind herein

Jetzt bist du geborgen!Den ganzen Tag, vom frühen Mvrgen