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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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169
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Letzte Gedichte.

Hier bist du sicher Vvr Musik,Vor des Piauofortes Folter,lind vor der großen Oper ProchtUnd schrecklichem Bravourgepolter.

Hier wirst du nicht verfolgt, geplagtVom eitlen Vir.nosenpackeUnd vom Genie GiacomosUnd seiner Weltbcrühmtheitsklacke.

O Grab, du bist daS ParadiesFür pöbelscheue, zarte Ohren —Der Tod ist gut, doch besser wttr's,Die Mutter hätt' uns nie geboren.

Im Mui.

Die Freunde, die ich geküßt und geliebt,

Die haben das schlimmste au mir verübt.

Mein Herze bricht; doch droben die SonneLachend begrüßt sie den Monat der Wonne.

Es blüht der Lenz. Im grünen WaldDer lustige Vogelgesang erschallt.

Und Mädchen und Blumen, sie lächeln jungfräulich —O schone Welt, du bist abscheulich!

Da lob' ich mir den Orkus fast;

Dort kränkt uns nirgends ein schnöder Kontrast;Für leidende Herzen ist es viel besserDort unten am stygischen Nachtgcwässer.

Sein melancholisches Geräusch,

Der Stymphalidcn ödes Gekreisch,

Der Furien Singsaug, so schrill und grell,

Dazwischen des Cerberus Gebell —

Das paßt verdrießlich zu Unglück und Qual —Im Schattenreich, dem traurigen Thal,In Prvserpiucns verdammten Domänen,

Ist alles in Einklang mit unseren Thräncn.

Hier oben aber — wie gransamlichSonne und Rosen stechen sie mich!

Mich höhnt der Himmel, der bläulich und mailich —