Letzte Gedichte.
„Bin Statthalter, ich besitzeWahl all hunderttausend PesoS,
Gold in Barren, Edelsteine,sticke voll der schönsten Perlen —
„Ach, beim Anblick dieser PerlenWerd' ich traurig, denn ich denke:
Besser wär's, ich hätte Zähne,
Zähne wie in meiner Jugend —
„Jngendzähne! Mit den ZahnenGing verloren auch die Jugend —
Denk' ich dran, schmachvoll ohnmächtigKnirsch' ich mit den morschen Stummeln.
„Jugendzähne, nebst der Jugend,
Könnt' ich euch zurückerkaufen,
Gerne gäbe ich dafürAlle meine Pcrlensäcke,
„Alle meine Edelsteine,
All mein Gold, an hunderttausendPesos wert, und obendreinMeinen Calatrava-Orden —
„Nehmt mir Reichtum, Ruhm und Würden,Nennt mich nicht mehr Excellenza,
Nennt mich lieber junger Maulasf',
Junger Gimpel, Beugel, Rotznas'!
„Hochgcbcnedeite Jungfrau,
Hab' Erbarmen mit dem Thoren,
Der sich schamhaft heimlich abzehrt,Und verbirgt sein eitles Elend!
„Jungfrau! dir allein enthüll' ichMein Gcmüte, dir gestehend,
Was ich nimmermehr geständeEinem Heil'gen in dem Himmel —
„Diese Heil'gen sind ja Männer,Und, Carncho, auch im HimmelSoll kein Mann mitleidig lächelnÜber Juan Ponce de Leon.
„Du, o Jungfrau, bist ein Weib,Und obgleich unwandelbarDeine unbefleckte Schönheit,
Weiblich klugen Sinnes fühlst du,