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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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154
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154 Romancero Letzte Gedichts.

Leidet ihr am Zipperlein,

Edle Herren? Schöne Damen,

Habt ihr ans der weißen StirnSchon ein Riinzelchen entdeckt?

Folget mir nach Bimini,

Dorten werdet ihr genesenVon den schändlichen Gebresten;Hydropathisch ist die Kur!

Fürchtet nichts, ihr Herrn und Damen,Sehr solide ist mein Schiff;

Iltis Trochäen, stark wie Eichen,

Sind gezimmert Kiel und Planken.

Phantasie sitzt an dem Steuer,

Gute Laune bläht die Segel,

Schiffsjung' ist der Witz, der flinke;Ob Verstand an Bord? Ich weiß nicht!

Meine Rahen sind Metaphern,Die Hyperbel ist mein Mnstbanm,Schwnrz-rot-gold ist meine Flagge,Fabelfarben der Romantik

Trikolore Barbarossas,

Wie ich weiland sie gesehenIm Kyffhäuser und zu FrankfurtIn dem Dome von Sankt Paul.

Durch das Meer der Märchenwelt,Durch das blaue Märchenwcltmecr,

Zieht mein Schiff, mein ZauberschiffSeine träumerischen Furchen.

Funkenstttubcnd mir voran,

In dein wogenden Azur,

Plätschert, tummelt sich ein HeerVon großköpfigcn Delphinen

Und auf ihrem Rücken reitenMeine Wasserpostillone,

Amoretten, die pausbäckigAuf bizarren Muschelhörncrn

Schallende Fanfaren blasen

Aber horch! da unten klingtAus der Mcercsticfe plötzlichEilt Gekicher und Gelächter.