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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
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124
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Romcmcero — Letzte Gedichte.

Abderham der Dritte trug sieAls Brustschleife beim Turnier,

Wo er dreißig goldne Ringe'

Und das Herz Zuleimas stach.

Nach dein Fall der MahrenherrschaftGingen zu den Christen überAuch die Perlen, und gerietenIn den Krvnschatz von Kastilien.

Die kathol'schen MajestätenSpanischer Königinnen schmücktenSich damit bei Hvffestspiclcn,

Stiergcfcchten, Prozessionen,

So wie auch Autodafes,

Wo sie, auf Ballonen sitzend,

Sich erquickten am GerücheVon gebratncn alten Juden.

Späterhin gab Mcndizabcl,

Satans Enkel, diese PerlenIn Versatz, um der FinanzenDeficit damit zu decken.

An dem Hof der TuilerienKam die Schnur zuletzt zum Borschein,lind sie schimmerte am HalseDer Baronin Solomon.

So erging's den schönen Perlen.

Minder abenteuerlichGing's dem Kästchen, dies behieltAlexander für sich selbst.

Er verschloß darin die LiederDes ambrosischen Homeros,

Seines Lieblings, und zu HttuptenSeines Bettes in der Nacht

Stand das Kästchen — Schlief der König,Stiegen draus hervor der HeldenLichte Bilder, und sie schlichenGaukelnd sich in seine Träume.

Andre Zeiten, andre Vögel —

Ich, ich liebte weiland gleichfallsDie Gesänge von den ThatenDes Pclideu, des Odyssens.