Drittes Buch, Hebritische Melodien.
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Eine kostbar schönste GemmeSchickte er der lieben Mutter;War der Siegelring des Cyrus,Wurde jetzt zu einer Brosche.
Seinem alten WeltarschpaukcrAristoteles, dem sandt' erEinen Onyx für sein großesNatnralienkabinett.
In dem Kästchen waren Perlen,Eine wunderbare Schnur,
Die der Königin AtossaEinst geschenkt der falsche Smcrdis.
Doch die Perlen waren echt —Und der heitre Sieger gab sieEiner schönen TänzerinAus Korinlh, mit Namen Thais.
Diese trug sie in den Haaren,Die bacchantisch aufgelöst,
In der Brnndnacht, als sie tanzteZu Persepvlis und frech
In die Königsburg geschleudertIhre Fackel, daß laut prasselndBald die Flammenlvhe aufschlug,Wie ein Feuerwerk zum Feste.
Nach dem Tod der schönen Thais,Die an einer babylouschenKrankheit starb zu Babylon,
Wurden ihre Perlen dort
Auf dem Börsensaal llergantert.Sie erstand ein Pfaff aus MemphisDer sie nach Ägypten brachte,
Wo sie später auf dem Putztisch
Der Kleopatra erschienen,
Die die schönste Perl' zerstampftUnd mit Wein vermischt verschluckte,Um Antonius zu foppen.
Mit dem letzten OmayadenKam die Perlenschnur nach Spanien,Und sie schlängelt am TurbanDcS Kalifen zu Cordnva.