- Letzte Gedichte.
Weit besser ist es im Summer,Da kann ich im Walde spazierenAllein mit meinem Kummer,Und Liebeslieder skandieren.
-MW
- i
Altcs Kamin stück.
Draußen ziehen weiße FlockenDurch die Nacht, der Sturm ist laut;Hier im Stäbchen ist es trocken,
Warn, und einsam stillvertraut.
Sinnend sitz' ich auf dem SesselAn dem knisternden Kamin,
Kochend summt der WasserkesselLängst vcrklungne Melodien.
Und ein Kätzchen sitzt daneben,Wärmt die Pfötchen an der Glut;Und die Flammen schweben, weben,Wundersam wird mir zu Mut.
Dämmernd kommt heraufgestiegenManche längst vergessne Zeit,
Wie mit bunten MaskeuzügenUnd verblichner Herrlichkeit.
Schone Fraun, mit kluger Miene,Winken siißgeheimnisvoll,Und dazwischen HarlekineSpringen, lachen, lustigtoll.
Ferne grüßen Marmorgötter,Traumhaft neben ihnen stehnMärchenblnmcn, deren BlätterIn dem Mondcnlichte Wehn.
Wackelnd kommt herbeigeschwommenManches alte Zauberschloß;Hinterdrein geritten kommenBlanke Ritter, Knappentroß.
Und das alles zieht vorüber,Schattcnhastig übereilt —
Ach! da kocht der Kessel über,
Und das nasse Kätzchen heult.