Zweites Buch. Lamentationen.
Es trägt dich die gvldne KarosseZum kerzcnschimmerndcn Schlosse;Es rauschet deine SchleppeHinauf die Mariuortreppe;
Dort oben, in bunten Reihen,
Da stehen die Diener und schreien:„Naci-rnrs 1a Oonrtssss eis blnckslbolel!"
Stolz, in der Hand den Fächer,Wandelst du durch die Gemächer.
Belastet mit Diamantenlind Perlen und Brüsseler KantenDein weißer Busen schwelletlind freudig überquellet.
Das ist ein Lächeln und NickenUnd Knixen und tiefes Bücken!Die Herzogin von Pavia,
Die nennt dich: „oura nria."
Die Junker und die Schranzen,
Die wollen mit dir tanzen;
Und der Krone witziger ErbeRuft laut im Saal: „SüperbeSchwingt sie den Steiß, die Gudelfeld!"
Doch, Ärmste, hast du einst keilt Geld,Dreht dir den Rücken die ganze Welt.Es werden die LakaieltAuf deine Schleppe speien.
Statt Bückling und ScherwenzenGiebt's nur Impertinenzen.
Die oara inia bekreuzet sich,
Und der Kronprinz ruft und schneuzet sich„Nach Knoblauch riecht die Gudelfeld."
Winter.
Die Kälte kann wahrlich brennenWie Feuer. Die MenschenkinderIm Schneegestöber rennet!lind laufen immer geschwinder.
O bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavier-KonzerteZerreißen uns die Ohren.