Zweites Buch. Lamentntlcmeii.
Schnsllchtclri.
In dem Traum siehst du die stillenFabelhaften Blumen prangen;Und mit Sehnsucht und VerlangenIhre Düfte dich erfüllen.
Doch von diesen Blumen scheidetDich ein Abgrund tief und schaurig,Und dein Herz wird endlich traurig,Und eS blutet und es leidet.
Wie sie locken, wie sie schimmern!Ach, wie komm' ich da hinüber!Meister Hämmcrling, mein Lieber,Kannst du mir die Brücke zimmern?
An die Jungen.
Laß dich nicht kirren, laß dich nicht wirrenDurch goldne Äpfel in deinem Lauf!Die Schwerter klirren, die Pfeile schwirren,Doch halten sie nicht den Helden auf.
Ein kühnes Beginnen ist halbes Gewinnen,Ein Alexander erbeutet die Welt!
Kein langes Besinnen! Die KöniginnenErwarten schon knieend den Sieger im Zelt.
Wir wagen, wir werben! besteigen als ErbenDes alten Darius Bett und Thron.
O süßes Verderben! o blühendes Sterben!Berauschter Trinmphtod zu Babylon!
Der Ungläubige.
Du wirst in meinen Armen ruhn!Von Wonnen sonder SchrankenErbebt und schnullt mein ganzes HerzBei diesem Zanbcrgedanken.
Du wirst in meinen Armen ruhn!Ich spiele mit den schönenGoldlocken! Dein holdes Köpfchen wirdAn meine Schulter lehnen.
Du wirst in meinen Armen ruhn!Der Traum will Wahrheit werden,Ich soll des Himmels höchste LustHier schon genießen ans Erden.