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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
59
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Erstes Buch, Historien,

Heilte werden dir geschlachtetAchtzig Spanier, stolze BratenFür die Tafel deiner Priester,

Die sich an dem Fleisch erquicken.

Denn der Priester ist ein Mensch,Und der Mensch,, der arme Fresser,Kann nicht bloß vom Riechen lebenUnd vom Dnfte, wie die Götter,

Horch! die Todespanke dröhnt schon,Und eS kreischt das böse Kuhhorn!Sie verkünden, daß heraufsteigtJetzt der Zug der Sterbemttnner,

Achtzig Spanier, schmählich nackend,Ihre Hände auf den: RückenFestgebunden, schleppt und schleift manHoch hinauf die Tempeltreppe,

Vor dem Vitzliputzli-BildeZwingt man sie das Knie zu beugenUnd zu tanzen Possentänze,

Und man zwingt sie durch Torturen,

Die so grausam und entsetzlich,Daß der Ängstschrei der GequältenÜberheulet das gesamteKannibalcn-Charivari,

Armes Publikum am See!

Cortez und die Kriegsgeftthrten,Sie vernahmen und erkanntenIhrer Freunde Angstrufstimmen

Alls der Bühne, grcllbeleuchtet,

Sahen sie auch ganz genauDie Gestalten und die MienenSahn das Messer, sahn das Blut

lind sie nahmen ab die HelmeVon den Häuptern, knieten nieder,Stimmten an den Psalm der Toten,Und sie sangen:Os xrolnncUs!"

Unter jenen, welche starben,War auch Raimond de Mendoza,

Sohn der schönen Abbatissm,

Cortez' erste Jugendliebe,