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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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60
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- Letzte Gedichte.

Als er auf der Brust des JünglingsJenes Medaillon gewahrte,

Das der Mutter Bildnis einschloß,Weinte Cvrtez helle Thrttnen

Doch er wischt' sie ab vom AngeMit dem harten Biiffelhandschnh,Seufzte tief und sang im ChoreMit den andern:Äissrsrs!"

III.

Blasser schinnnern schon die Sterne,Und die Morgcnnebel steigenAus der Seeflnt, wie GespensterMit hinschleppend weißen Laken.

Fest und Lichter sind erloschenAns dem Dach des Götzentempels,Wo am blutgetränkten EstrichSchnarchend liegen Pfaff und Laie.

Nur die rote Jacke wachtBei dem Schein der letzten Lampe,Süßlich grinsend, grimmig schäkernd,Spricht der Priester zu dem Gotte:

Vitzliputzli, Putzlivitzli,

Liebstes Göttchen Vitzliputzli!

Hast dich heute amüsieret,

Hast gerochen Wohlgerüche!

Heute gab es SpanicrblntO, das dampfte so apptitlich,

Und dein feines LcckernäschenSog den Duft ein, wollnstglänzend.

Morgen opfern wir die Pferde,Wiehernd edle Ungetüme,

Die des Windes Geister zeugten,Buhlschaft treibend mit der Seekuh.

Willst du artig sein, so schlackst' ichDir auch meine beiden Enkel,

Hübsche Bübchen, süßes Blut,

Nieines Alters einz'ge Freude.

Aber artig mußt du sein,

Mußt uns neue Siege schenkenLaß uns siegen, liebes Göttchen,Putzlivitzli, Vitzliputzli!