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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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58
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58 Nomancero Letzte Gedichte.

Ein Minuten wie von Katzen,

Dach von jener großen Sorte,

Welche Tigerkatzen heißenUnd statt Mäuse Menschen fressen!

Wenn der Nachtwind diese TöneHinwirft nach dem Seegestnde,

Wird den Spaniern, die dort lagern,Kätzenjämmerlich zn Mute.

Traurig unter TrauerweidenStehen diese dort noch immer,

Und sie starren nach der Stadt,Die im dunkeln Scegewässer

Widerspiegelt, schier verhöhnendAlle Flammen ihrer FreudeStehen dort wie im ParterreEines großen Schauspielhauses.

Und des Bitzlipntzli-TempelsHelle Plattform ist die Bühne,Wo zur Siegesfeier jetztEin Mysterium tragiert wird.

Menschenopfer" heißt daS Stück,Uralt ist der Stoff, die Fabel;

In der christlichen BehandlungIst das Schauspiel nicht so gräßlich.

Denn dem Blute wurde Rotwein,Und dein Leichnam, welcher vorkam,Wurde eine harmlos dünneMehlbreispeis' transsubstituieret

Diesmal aber, bei den Wilden,War der Spaß sehr roh und ernsthnfAufgefaßt: Man speiste Fleisch,Und das Blut war Menschenblut.

Diesmal war es gar das VollblutVon Altchristen, das sich nie,Nie vermischt hat mit dem BluteDer Moresken und der Juden.

Freu dich, Vitzliputzli, freu dich,Heute giebt eS Spanierblnt,

Und am warmen.Dufte wirst duGierig laben deine Nase.