Erstes Buch. Historie».
Diese Rampentrcppen leitenWie ein Zickzack nach der Plattform,Einem balnstradenart'genUngeheuern Tempeldach.
Dort auf seinem Thron-AltarSitzt der große Vitzlipntzli,
Mexikos blutdnrst'ger Kricgsgott;Ist ein böses Ungetüm.
Doch sein Äußres ist so Putzig,So verschnörkelt und so kindisch,Daß er trotz des innern GrausensDennoch unsre Lachlust kitzelt —
Und bei seinem Anblick denkenWir zu gleicher Zeit etwaAn den blassen Tod von BaselUnd an Brüssels Mannken-Piß.
An des Gottes Seite stehenRechts die Laien, links die Pfaffen:Im Ornat von bunten FedernSpreizt sich heut die Klerisei.
Auf des AltarS MarmorstnfenHockt ein hundertjährig Männlcin,Ohne Haar an Kinn und SchädelTrägt ein scharlach Kamisölchen.
Dieses ist der Opferpriestcr,Und er wetzet seine Messer,
Wetzt sie lächelnd, und er schieletManchmal nach dem Gott hinauf.
Vitzlipntzli scheint den BlickSeines Dieners zu verstehen,Zwinkert mit den AugenwimpernUnd bewegt sogar die Lippen.
Auf des Altars Stufen kauernAuch die Tempelmusici,Paukenschläger, Kuhhornbläser —Ein Gerassel und Getute —
Ein Gerassel und Getute,
Und es stimmet ein des ChoresMexikanisches TedeumEin Miauten wie von Katzen —