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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
Entstehung
Seite
47
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Erstes Buch. Historien.

„Füge hinzu ein Dutzend GäuleArabischer Zucht, geschwind wie Pfeile.

„Und schwarze Sklaven gleichfalls ein DutzendLeiber von Erz, strapazentrutzend.

„Ansari, mit diesen schönen SachenSollst du dich gleich auf die Reise machen.

„Du sollst sie bringen nebst meinem GrußDem großen Dichter Firdusi zu Thus."

Ansari erfüllte des Herrschers Befehle,

Velnd die Mänler und Kamele

Mit Ehrengeschenken, die wohl den ZinsGekostet von einer ganzen Provinz.

Nach dreien Tagen verließ er schonDie Residenz, und in eigner Person,

Mit einer roten Führerfahne,

Ritt er voran der Karawane.

Am achten Tage erreichten sie Thus;Die Stadt liegt an des Berges Fuß.

Wohl durch das Wcstthor zog hereinDie Karawane mit Lärmen und Schrein.

Die Trommel scholl, das Kuhhorn klang,Und laut aufjubelt Trinmphgcsang.

„La Jlla! Jl Allah!" auS voller KehleJauchzen die Treiber der Kamele.

Doch durch das Ostthor am andern End'Von Thus, zog in demselben Moment

Zur Stadt hinaus der Leichenzug,

Der den toten Firdusi zu Grabe trug.

Nächtliche Fuhrt.

Es wogte das Meer, aus dem dunklen GewölkDer Halbmond lugte scheu;

Und als wir stiegen in den Kahn,

Wir waren unsrer drei.

Es plätschert' im Wasser des NndcrschlagsVerdrossenes Einerlei;

Weißschänmende Wellen rauschten heran,Bespritzten uns alle drei.