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3 (1898) Letzte Gedichte Romancero
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28
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28 Romancero — Letzte Gedichte.

Jene nicht von Otahaiti —Missivnärisiert ist jene —

Die ich meine, die ist wild,

Eine ungezähmte Schöne.

Zweimal in der Woche zeigt sieÖffentlich sich ihrem VolkeIn dem Garten Mabill', tanztDort den Cancan, auch die Polke.

Majestät in jedem Schritte,

Jede Beugung Huld und Gnade,Eine Fürstin jeder ZollVon der Hüfte bis zur Wade —

Also tanzt sie — und es blasenLiebesgötter die FanfareMir im Herzen, rufen: „Heil!Heil der Königin Pvmare!

II.

Sie tanzt. Wie sie das Leibchen wiegt!Wie jedes Glied sich zierlich biegt!

Das ist ein Flattern und ein Schwingen,Um wahrlich aus der Haut zu springen.

Sie tanzt. Wenn sie sich wirbelnd drehtAuf einem Fuß, und stille stehtAm End' mit ausgestreckten Armen,Mag Gott sich meiner Vernunft erbarmen!

Sie tanzt. Derselbe Tanz ist das,Den einst die Tochter Herodias'

Getanzt vor dem Judenkönig Herodes,Ihr Auge sprüht wie Blitze des Todes.

Sie tanzt mich rasend — ich werde tollSprich, Weib, was ich dir schenken soll?Du lächelst! Heda! Trabanten! Läufer!Mau schlage ab das Haupt dem Täuser!

III.

Gestern noch fürs liebe BrotWälzte sie sich tief im Kot,

Aber heute schon mit VierenFährt das stolze Weib spazieren.