Druckschrift 
Ueber die Bestimmung der geographischen Länge durch Sternschnuppen
Entstehung
Seite
98
Einzelbild herunterladen
 

S.

Ch r onometer.

Die Chronometrie ist durch Morrison, Mud ge,Emmery, Arnold, Lc Roi, Berthaud und andernzu einer solchen Vollkommenheit gebracht worden,dafs sich, bey nicht allzugrofsen Entfernungen kei-ne Methode angeben läfst, welche die Längenun-terschiede schneller , schärfer und bequemer ange-ben könnte, als die Chronometer.

Nur auf sehr grofse Entfernungen und beysehr schlechten Wegen sind ihre Bestimmungennicht mehr so sicher, da ihre Fehler sich anhäu-fen und bey schlechten Wegen ein einziger Schlagdes Wagens oderein stolpernder Tritt des Pferdesschon verursachen kann, dafs der Chronometermit freyem Stofswerke schlägt, einige Secundenvorspringt, und so die ganze Lüngenbestimmungauf einmal vereitelt.- So schlug des Herzogsvon Gotha Chronometer einmal bey einem schnel-len Sprung aus der Reisechaise, und der von Zachi-sehe den von Texior bey den preufsischen Ortsbe-stimmungen gebrauchte, schlug, obschon er ineinem Wagen mit englischen Stahlfedern trans-portirt wurde. *) Sogar Leute, die einen heftigen

¥ ) Man trügt bey der Reise im Wagen den Chronometer ent-weder in dev Westentasche oder hält ihn, um ihn vor je-der heftigen Bewegung zu sichern, in den Händen. Bey?