9.7
Aus der Genauigkeit mit der Polhöhen mitHadleyschen Sextanten gemessen werden, lälstsich auf die Genauigkeit, mit der sie Winkel mes-sen, und auf die, mit welcher sie Längenbestim-mungen machen, schliefsen, wenn man vorher denFehler abzieht, der aus der unrichtigen Stellungdes künstlichen Horizonts kommen kann. Die-ser beträgt nach Zach und Späth höchstens 5 Sek.
Beyspiele hiezu liefert die Polhöhe von Bre-men , welche mit vortreflilichen Sextanten von sehrgeübten Beobachtern bestimmt worden. (M. C. Fe-bruar 1801.)
Senator Gildemeister bestimmte sie den 6ten May 1793.'aus 9 Beobacht, zu 53 °,gröfste Differenz v. Mittel 189. Jim. iS Beob. zu 5a n
11. -10 - - 54 - - - - - 9
14. Sept. v. Zach aus 10 Beob. auf Olbers Sternw. zu 47 ,/ g-D. 15
15. - - - - 45 - - i3
16. - aus xo Beob. - - - - » 3a-- 19
22- - -8 - - - - - - 3a - - 11
16. von Ende 7 - - - - - - 37-- 12
D iese Beobachtungen stellte von Ende mitdem Oelhorizonte an, wobey also der Fehler desHorizonts wegfiel. Wäre eine ähnliche Genauig-keit bey Monddistanzenmessungen gewesen, sohätte man in den Längen, die daraus hergeleitetworden wären, Abweichungen von 20 bis 3 o Sek.gefunden. Dieses sind die nämlichen Gränzender Fehler, welche Canonikus David in seinenDistanzenmessungen findet.
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