Methode, der wir uns zur Berechnung 'der Höheder Sternschnuppen bedienten.
Von W. Brandes.
Da aus der Beobachtung der scheinbare Ort derSternschnuppe unter den Sternen für beyde Beob-achtungspunkte bekannt war; so erhielt man den-selben aus den Sternkarten unmittelbar durch Rec-tascension und Declination ausgedrückt, woraussich mit Hülfe der Sternzeit die scheinbare Höheder Sternschnuppe über dem Horizont nebst ihremÄzimuth für beyde Standpunkte berechnen liefs.Es sey nämlich Fig. I. A der Punkt des Aeq., derzur Zeit, da die Sternschnuppe erschien, im Me-ridian stand; so findet man AF oder den WinkelAPF, indem man die bekannten Rectascensionender Punkte A und D (wenn D der Ort der Stern-schnuppe ist) von einander abzieht. Hiedurch istalso im sphärischen Dreieck ZPD der Winkel Pnebst den einschliefsenden Seiten ZP = der Ae-quators Höhe des Orts und B = 90° — declin.der Sternschn. bekannt, woraus man durch dieRegeln der sphärischen Trigonometrie die dritteSeite ZD, und daraus die Höhe über dem Hori-zonte DG = go° — ZD nebst dem AzimuthPZDoder AZD = 180° — PZD findet.
* Weil nun die Lage der Standlinie gegen denMeridian bekannt ist, so erhält man durch dasAzimuth den horizontalen Winkel, um welchendie Vertikalebne durch die Sternschnuppe und je-