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Auszüge aus einigen Briefen von Brandes ausHamburg .
In der letzten Nacht meiner Reise am 7tenDecb. 179S. zählte ich 480 Sternschnuppen. ImAnfänge der Nacht waren in jeder Stunde über 100und dieses ging über 5 Stunden so fort, an einerStelle, die lange nicht den fünften Theil des Him-mels betrug. Zuweilen waren 7 in einer Minute.Oft sah ich Zunahme des Lichts und oft allmähligesVerschwinden; doch war das völlige Erlöschenimmer schnell und scharf. Die Sternschnuppenmit Schweifen schienen das Eigene zu haben, dafssie mehr langsam zu erlöschen schienen.
Ich glaube immer, dafs man hiedurch dieLänge um zwanzigmal genauer als durch Mond-distanzen wird bestimmen können. Gesetzt, dafsman seiner Zeit durch Culminationen bis auf 0,25Sek. sicher ist, und wenn der Fehler an der Ter-tienuhr eben so viel beträgt, so können zwo Beob-achtungen nur um 1 Sek. von einander abweichen.
Die Fehler der Tertienuhr werden äufserstunbeträchtlich seyn, wenn man sie erst mit demVerschwinden der Sternschnuppe andrückt undgleich mit ihr zum Pendel geht. — Bey dieserBeobachtungsmethode braucht sie nur einige Sek,zu gehen; und wie genau sie kurze Zeiten mes-