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Ueber die Bestimmung der geographischen Länge durch Sternschnuppen
Entstehung
Seite
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Es ist fafst völlig unmöglich, dafs aus zweiverschiedenen Sternschnuppen, die fälschlich fürdie nämlichen wären gehalten worden, eine fal-sche Länge hergeleitet würde. Denn hiezu würdefolgendes gehören : Sie müsten i. beyde ungefähreinerley Gröfse, 2. einerley Bahn, 3. einerleyLicht und 4- einerley Schnelligkeit haben. 5. mü-sten sie beynah zu gleicher Zeit am Himmel seyn,

6. müsten sie beyde mit oder ohne Schweif seyn,

7. müsten sie ungefähr in eine Ebene liegen , diesie mit der Standlinie machen, und 8. müfste ge-rade nur aus einer einzigen Beobachtung die Längehergeleitet werden müssen. Eine solche Conspi-ration von Irrthümern ist in dem anarchischen Ge-meinwesen des Trugs und des Scheins nichtdenkbar.

11.

Um die Bestimmung der Länge bis auf diekleinsten Zeittheilchen genau zu erhalten, so istsnothwendig, dafs der Beobachter nur aus solchenBeobachtungen das Mittel nimmt, welchen er we-gen ihrer günstigen Lage eine vorzügliche Schärfezutraut. Da dieses gröfstentheils von der Rich-tung der Bahn gegen das Auge abhängt, weil derBeobachter in A, der sie 3o° durchlaufen sieht,sie natürlich genauer bestimmen kann, als der inB, der sie nur 3° sieht, so wird der Beobachteraufser dem Endpunkte auch noch den Anfangs-punkt und die Bahn berechnen.