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Katechismus über die Unterscheidungslehren der Katholiken und Protestanten : von katholischen Pfarrgeistlichen Crefelds ; veranlaßt durch den Katecismus der Duisburger Kreis-Synode
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lZ7. Welches sind die Wirkungen des h. Meßopfers?

Wcil in diesem göttlichen Opfer der nämliche Christus ent-halten ist und unblutiger Weise geopfert wird, der sich amKreuze einmal blutiger Weise geopfert hat, so ist die h. Messewirklich eiu Sühnopser. Dadurch wird bewirkt, daß wir, wennwir mit aufrichtigem Herzen und rechtem Glauben, mit Furchtund Ehrerbietigkeit, reuig und büßend zu Gott hintrcten,Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur Zeit, wo unsHülfe noth thut. Durch dieses Opfer versöhnt, vergibt derHerr die kleineren Fehler der Gerechtfertigten, und, indem erdie Gnade und Gabe der Buße erthcilt, verzeihet er die Ver-brechen und Sünden, wenn sie auch noch so groß sind. Zudemist die h. Messe noch ein Vitt- und Daukopfer und auch einGeuugthuungsopfcr, und wird nach der Ueberlicfcrung derApostel nicht allein für die Sünden, Strafen und Genug-thunngen und andere Bedürfnisse der lebenden Gläubigen, son-dern auch für die in Christus Gestorbenen und noch nicht voll-ständig Gereinigten gehalten. Conc. v. Tr. 22. Silz. Kap. 2.

138, Wann wird der Christ der Wirkungen der h. Messe theilhastig?

Wenn er die h. Messe durch wirklichen Genuß des Ältarö-

sakramcutcs mitfeiert, so hat er sich jener Wirkungen im reich-lichsten Maße zu erfreuen. Aber auch dann, wenn er nichteinen sakramentalischen, sondern einen bloß geistigen An-theil am h. Opfer nimmt, wird es heilsame Früchte für ihnbringen, wofern er mit reuigem und büßendem Herzen zu seinenGott hintritt.

139. Lehrt hiernach wohl die katholische Kirche, daß das unblutige Opfer

denen nutze, die ihm nicht im Glauben beiwohnen?

Nein, wie ans dem Conc. v. Tr. 22. Sitz. Kap. 2 zu er-sehen ist (Vergl. Fr. 137). Daher sagt sie auch in ihremKirchcngcbote.Du sollst alle Sonn- und Feiertage die heil.Messe mit Andacht hören."

110. Thut nicht die h. Messe dem Krruzcsopfer Abbruch?

Keineswegs; denn sie ist damit ein und dasselbe Opfer;dieselbe Opfergabc: Der Leib und das Blut Jesu Christi; durchden Dienst des Priesters derselbe Opfernde: Jesus Christus;nur die Opftrnngsweisc ist verschieden, in der h. Messe: un-blutig; auf Golgatha: blutig. Indem nun dasselbe Opfer Gottdem himmlischen Vater in der h. Messe dargebracht wird, sogeschieht dieses nicht, um die Menschen auf's Neue zuerlösen, sondern um ihnen fortwahrend die Früchte desKreuzesopfers zuzuwenden. So kann der Werth des blutigenOpfers durch das unblutige nicht geschmälert und beeinträch-tigt und Letzteres nicht als überflüssig behauptet werden.Iii. Ist es sonach wohl recht, daß die Protestanten die katholische Messeverwerflich finden?

Gar nicht; mögen insbesondere die Rcformirten die h. Messe