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Katechismus über die Unterscheidungslehren der Katholiken und Protestanten : von katholischen Pfarrgeistlichen Crefelds ; veranlaßt durch den Katecismus der Duisburger Kreis-Synode
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ZE

auch wenn sie von der Kirche in Hinsicht der Lebensgemeinschaftgeschieden werden, mit einer andern Person sich zu verehelichen.

Die H.Schrift lehrt dieses Mark. 10, 9.:Was Gott ver-bunden hat, soll der Mensch nicht trennen;" 1. Kor. 7, 11.

151. Was lehren die Protestanten über die Ehe?

j. Sie erkennen sie zwar als einen von Gott eingesetztenStand an, verwerfen sie aber als Sakrament. Einzelne pro-testantische Gelehrte halten es auch hierin mit der katholischenLehre. So sagt Leibnitz:Auch die Ehe ist ein Sakrament."System der Theologie.

2. Sie erklären, daß dieselbe aus manchen Gründen aufge-löst werden könne.

155. Welche Folgen hat bei den Protestanten diese Lehre von der Ehe gehabt?Die Ehe verlor dadurch ihre hohe Weihe und den Charakter,

wornach sie ein Bild der Vereinigung Christi mit seiner Kirchesein soll. Ephes. 5, 25 ff. Dieses, durch alle Zeiten nach dersogenannten Reformation geschichtlich nachzuweisen, wurde nichtschwer sein; allein christlicher Sinn verbietet es. Denn dadurchkann das Zartgefühl des religiös Gesinnten nur verletzt unddie Frivolität des Leichtsinnigen nur genährt werden.

Wie tief in unserer Zeit die Würde der Ehe in Folge jenerLehre bei den Protestanten herabgesunken, bezeugen die häufigen,von redlich gesinnten Protestanten tief beklagten, Ehescheidungen.

156. Was ist bci dieser tehrverschiedenheit nun von den gemischten Ehen

zu halten?

Jeder Katholik muß sie mit seiner Kirche mißbilligen, um somehr, als auch bci der sonstigen großen Lehrverschiedcnheit inallen Fällen sein und seiner Kinder Seelenheil gefährdet wird.

157. Wenn in einer gemischten Ehe der katholische Theil versprochen hat,die Kinder alle oder zum Theil protestantisch werden zu lassen, ist er ver-bunden, sein Versprechen zu halten?

Nein! Denn ein solches Versprechen ist gegen Gottes Wortgegeben, ist eine faktische Ableugnung der katholischen Religionund ist dem ewigen Seelenheile des Versprechenden und der Kinderffehr verderblich; und wie ein solches Versprechen dieerste Sünde, so ist das Halten desselben die fort-währende zweite Sünde.

Sechster Abchnitt.

Von der Verehrung und Anrufung der Heiligen, derVerehrung der Reliquien und Bilder.

151. Was lehrt die katholische Kirche von der Verehrung der Heiligen?

1. Daß die Heiligen als Freunde Gottes zu ehren seien;

2. Daß wir bei der Verehrung der Heiligen Gott dankenfür den Sieg, welchen diese Auserwählten mit Hülfe seinerGnade errungen haben;