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sondern, weil die Ehre, die man ihnen erweiset, ans die Vor-bilder bezogen wird, die durch sie dargestellt werden. Conc. v.Trient, 25. Sitz.
175. Ist es wahr, wenn die Protestanten sagen, daß die Verehrung der
Bilder Gott ein Grauet sei?
Daß die Anbetung und der Götzendienst der BilderGott ein Gräucl sei, lehrt die h. Schrift an vielen Stellen;die Katholiken beten aber weder die Bilder an, noch treiben sieGötzendienst mit denselben.
176. Ist es wahr, daß die Bilder nicht heiliger seien, als jedes andere
gemeine Ding auf Erden?
Daß die Bilder an sich, als Holz, Stein, Erz u. s. w.,nicht heiliger seien, als jedes andere Ding ans Erden, unterliegtkeinem Zweifel; daß aber ein Bild, in so fern es eine thcurePerson vorstellt, vcrehrnngswerthcr ist, als jedwedes andereDing, werden auch die Protestanten zugestehen müssen.
177. Was ist davon zu haltrn, daß durch dir Bilder nicht die Andacht zu
Gott erweckt, sondern von ihm abgelenkt werde?
Wenn ein Kind das Bild seiner Eltern, wenn ein Unterthandas Bild seines Fürsten betrachtet, so ist dies Betrachten weitentfernt, das Andenken von dem Vorgestellten abzulenken, viel-mehr geeignet, dasselbe zu erwecken und recht lebendig zu erhalten.
Sieht der Katholik das Bild seines gekreuzigten Erlösers,so wird er recht lebhaft an dessen Leiden und Sterben, worausder Welt alles Heil geflossen ist, erinnert. Sieht er das Bildder seligsten Jungfrau, die Bildnisse der h. Apostel oder andererHeiligen, so erinnern ihn dieselben an das Wort des Apostels:„Brüder, seid meine Nachfolger und nehmet euch auch jene zumMuster, die so wandeln, wie wir unter euch das Beispiel ge-geben haben." Philipp. 3, 17. Es ist ihm, als rufe der durchdas Bild vorgestellte Heilige ihm zu: „Folge mir nach, wie ichChristo!" 1. Cor. 9, 1.
Siedeuter Abschnitt.
Vom Fegfcncr.
178. Was lehrt die katholische Kirche vom Fegfcuer?
Daß es ein Fegfener gebe, und daß den dort zurückgehaltenenSeelen durch die Fürbitten der Gläubigen, vorzüglich aber durchdas Gott augenehme Opfer des Altars geholfen werde. Conc.v- Trient, Sitz. 25.
179- Ist es wahr, daß von dieser Lehre kein Wort in der h. Schrift steht?
Die h. Schrift lehrt, daß bei den Juden der Glaube aneinen Reinigungsort vorhanden war Judas, der Maccabäer,betete und opferte für die Verstorbenen. 2. Macc. 12, 43 heißtes nämlich: „Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die